Home JahreszeitHerbst Schokoladen Reis Kuchen aus „Backen – Dolci, Tartes und zauberhafte Kuchen“ – Rezension

Schokoladen Reis Kuchen aus „Backen – Dolci, Tartes und zauberhafte Kuchen“ – Rezension

by Julia Kuebbeler

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich muss sagen, auf dieses Backbuch hatte ich mich schon richtig gefreut und was soll ich sagen, das Warten hat sich gelohnt!
Die wunderbare Rezeptesammlung “ Backen – Dolci, Tartes und zauberhafte Kuchen“ von Melissa Forti ist meiner Meinung nach für jeden etwas, der Wert auf Gebäcke mit Herz legt. Es ist sicherlich weit entfernt von bunten Cake Pops, übersüßen Fondanttorten oder grellen Buttercreme Cupcakes.
Und nicht nur das Herz isst hier mit, sondern auch das Auge, der „Dark and Moody“ Fotostil ist ja gerade im Moment gewaltig auf dem Vormarsch und das sieht man auch sehr gut in diesem Werk.

Die Aufteilung
– Einführung
– Vorwort
-Dall´ Italia – Eine Sammlung von Rezepten aus meiner Heimat Italien
– Dal Mondo – Eine Auswahl an Rezepten aus der ganzen Welt
– Da Melissa – Eine Zusammenstellung von Rezepten aus meiner persönlichen Sammlung
– Register
– Dank

Ich bin immer noch beeindruckt von der Gestaltung des Buches, die relativ dicken Seiten mit den matten und edel aussehenden Fotos, überall royale Ornamente und auch der Buchumschlag ist recht außergewöhnlich, denn das vordere und hintere Hardcover sind nicht direkt über einen Buchrücken verbunden.
Was aber besonders auffällt ist die liebevolle Gestaltung der Fotos.
Über jedem hängt ein kaum bemerkbarer Grauschleier möchte ich fast sagen, der für viele „Dark and Moody“ Fotografien typisch ist. Aber auch die Gebäcke wurden mit viel Charme in Szene gesetzt, passend zu den abgebildeten Torten und Kuchen, ohne unnötig pompösen Schnickschnack, es wird viel Wert darauf gelegt eine ruhige und heimatliche Atmosphäre zu kreieren.

Nun aber zu den Rezepten: Es sind natürlich viele italienische Klassiker dabei, die mit Sicherheit oft im Cafe der Autorin verlangt werden dürften. Ob nun Cantuccini, verfeinert mit Anis und Orange oder Zabaione, die Originale der Heimat werden auf jeden Fall abgedeckt.
Darüber hinaus finden sich auch Rezepte zu denen die gelernte Konditorin eine enge Bindung hat, wie der Großmutterkuchen (Torta della Nonna) oder der Bergkuchen (Torta delle Montagne) (Aus den Gebirgen Italiens, aus denen auch ihr Vater stammt).
Die „Rezepte aus der ganzen Welt“ sammelte die Autorin, bei ihren Reisen auf denen sie viele interessante Menschen traf und nun deren Esskultur mit uns teilt.
Was ich sehr schön finde, dass Melissa viele Aromen und Zutaten verwendet, die von klassischen Erdbeeren oder Schokolade abweichen, so finden auch schwarzer Reis, Pinienkerne oder Esskastanien ihren Platz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich würde gerne an dieser Stelle etwas Kritik äußern, denn ein vollkommen positives Urteil ist ja doch recht unglaubwürdig, aber leider fällt mir da nicht viel ein, außer vielleicht, dass der Hinweis, man solle falls nicht anders angegeben L-Eier verwenden, der nach der Einführung kommt, zu Küchenpannen führen könnte …. ich würde mal behaupten, dass die meisten Menschen sich nicht das Vorwort eines Backbuches durchlesen.
Ansonsten wäre das einzig Negative, warum das Buch schon so „schnell“ zuende sein muss, wenn man gerade anfängt die italienische Seele in Bezug auf kleine süße Sünden kennen zu lernen. Ich hoffe es wird noch ein zweites Buch geben, von mir auf jeden Fall eine klare Empfehlung für alle, die nicht nur Wert auf das Äußere legen!

Die „harten Fakten“:
Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Prestel Verlag (21. August 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3791383825
ISBN-13: 978-3791383828
Originaltitel: The Italian Baker

* Dieses Buch wurde mir freundlicherweise unentgeltlich vom Prestelverlag zur Verfügung gestellt, an dieser Stelle: Dankeschön dafür. Dies beeinflusst nicht meine Meinung zum Werk.

 

Torta di Riso E Cioccolato – Schokoladen Reis Kuchen

 

In Italien gibt es Reiskuchen in vielen Varianten, und vom Norden bis in den Süden behauptet man, dass in der jeweiligen Region der beste gebacken wird. Reis war früher ein Grundnahrungsmittel für arme Leute, deshalb gibt es für seine Verarbeitung viele Rezepte. Der Kuchen, den ich hier vorstelle, orientiert sich an einem Rezept aus der Emilia-Romagna. Ich habe die kandierten Früchte durch Schokolade ersetzt, damit die Sache eine noch opulentere Note bekommt.

Ergibt 6-8 Stücke.

Etwas weiche Butter zum Einfetten
Hochwertiges Kakaopulver zum Ausstäuben, plus etwas Kakaopulver extra zum Bestäuben
1 l Vollmilch
Mark von 1 Vanilleschote, ausgeschabt
85 g Kristallzucker
Schale von 2 Bio-Orangen, eine davon in Zestenstreifen geschnitten und eine fein abgerieben
300 g Arborio (oder vergleichbarer Risottoreis)
4 Eier, getrennt
2 EL Cointreau (oder vergleichbarer Orangenlikör)
60 g zartbittere Schokoladenstückchen (oder Zartbitterschokolade, geraspelt)

Eine Springform (20 cm Durchmesser) mit Butter einfetten und mit Kakaopulver ausstäuben.
Milch, Vanille, Zucker und Zestenstreifen in einem Topf bei mittlerer Hitze unter Rühren zum Köcheln bringen, dann den Reis unterrühren, zudecken und unter gelegentlichem Umrühren 40 Minuten köcheln, bis der Reis gar und die Milch aufgesogen ist. In eine Schüssel füllen und abkühlen lassen. Die Zestenstreifen entfernen.

Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Die Eigelbe in einer Rührschüssel mittels Rührgerät (mit dem Schneebesenaufsatz) aufschlagen, dann die Hälfte des Cointreaus untermengen.
Die Eiweiße in einer weiteren Rührschüssel (mit sauberem Schneebesenaufsatz) zu Eischnee aufschlagen.
Die Eigelb-Mischung, den restlichen Cointreau und drei Vierteln des Orangenabriebs unter den abgekühlten Reis rühren.
Dann vorsichtig mit einer Teigspachtel den Eischnee und zuletzt die Schokoladenstückchen unterheben. Die Masse in die vorbereitete Form füllen und 50-60 Minuten im Ofen backen (Stäbchenprobe machen). Herausnehmen, 30 Minuten abkühlen lassen, aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
Großzügig mit Kakaopulver bestäuben und optional mit dem restlichen Orangenabrieb garnieren.

 

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